Stellenangebot per Email

10. November 2009

In einem meiner Spam-Ordner befand sich zwischen 20 anderen Mails eine mit dem Betreff  “Stellenangebot”. Keine Ahnung, warum ich die überhaupt angeschaut habe. Für gewöhnlich werfe ich nur einen kurzen Blick auf die Betreffzeile und lösche dann alle.
Der Inhalt dieser Mail klingt einfach zu schön.

Arbeitsangebot:

Wir bieten Ihnen einfache Arbeit an, die keine spezielle Fertigkeiten und keine Geldanlagen verlangt. Sie können diese Arbeit mit Ihrer Hauptarbeit vereinbaren. Mit uns können Sie leicht 5000-6000 Euro pro Monat verdienen, dabei brauchen Sie für diese Arbeit 2-3 Stunden pro Tag 1-2 Mal pro Woche.

Kurze Beschreibung der Tätigkeit:

Ihre Aufgabe ist, Geldüberweisungen auf Ihr Konto zu erhalten, das Geld in bar abzuheben und abzüglich Ihrer Provision unserem Agent per System der Bargeldüberweisungen Western Union oder Money Gram zu überweisen. Gewöhnlich überweisen wir auf Ihr Konto 4000-6000 Euro. Ihre Provision wird 20 % (20 Prozenten) von jeder Geldüberweisung ausmachen. Ihre Provision (20 Prozenten) bekommen Sie, sofort nach dem Geldeingang auf Ihr Konto. Auf diese Weise wenn Sie 6000 Euro auf Ihr Konto erhalten, verdienen Sie 1200 Euro. Sie können Ihre Provision gleich abheben oder auf dem Konto lassen. Die restliche Summe 4800 Euro sollen Sie am Tag des Geldeingangs in bar abheben und unserem Agent per Western Union oder Money Gram überweisen (Gebühr für Überweisung bezahlen wir). Zeitaufwand für diese ganze Arbeit beträgt nicht mehr als 3 Stunden. Wenn Sie 2 Überweisungen pro Woche erhalten werden, können Sie nicht weniger als 6000 Euro von jedem Konto pro Monat verdienen.

Diese Tätigkeit abweichend von den meisten Angeboten, die Sie per e-Mail bekommen, verletzt nicht Gesetze von BRD. Es gibt überhaupt kein Risiko für Sie. Sie werden keinen Verdacht bei der Bank und bei der Steuerbehörde erregen, wenn Sie 1-2 Geldüberweisungen pro Woche auf jedes von Ihren Konten bekommen werden.

Mehr als 200 Menschen arbeiten mit uns schon längere Zeit in verschiedenen Städten Deutschlands. Wir vergrößern jetzt unser Geschäft und suchen neue Mitarbeiter.

Wenn Sie Interesse an diesem Arbeitsangebot haben, schicken Sie uns folgende Daten auf unsere e-Mailadresse keine@spam.com :

1.Vorname

2.Nachname

3.Straße

4.Stadt

5.Telefonnummer (Handy, Festnetz)

Unser Manager kontaktiert Sie in möglichst kürzer Zeit und antwortet gerne auf Ihre Fragen. Beeilen Sie sich, Zahl von Stellenangeboten ist begrenzt!

Das klingt für mich ganz stark nach Geldwäsche und es würde mit Sicherheit nicht lange dauern, bis der Staatsanwalt vor der Tür steht. Damit nun nicht doch jemand in Versuchung kommt, habe ich die Email-Adresse geändert.


  1. 10. November 2009 um 15:49

    Hallo Liese,
    schon lange habe nicht mehr einen Artikel so aufmerksam gelesen, wie diesen hier.
    Solche Mail habe ich auch schon bekommen aber die wollen dann das Geld von Amerika hier her bringen.
    Gegen kein Gesetz verstoßen? Was macht der dann, wenn das Amt mal das Konto kontrolliert, dann fallen staatliche Bezüge weg. Himmel, sind die gewaschen.
    Weißt du was das sein kann? Ich hatte mal eine Geburtstagsseite angeklickt und die wollten dann Geld von mir. Jede Woche wurde es mehr und sie drohten mit dem Staatsanwalt.
    Wie viele wohl bezahlt haben? Das ist eine gute Einnahmequelle für solche Ganoven. Schummle sind das alle und gehören vor Gericht.
    Wenn die Schweinebacken einen Ar-ch in der Hose hätten, würden sie das doch alleine mit Bekannten machen.
    Aber dann abstreiten, wenn’s raus kommt……
    Einmal bekam ich so was und ich sollte eine Nummer anrufen. Habe ich mal gemacht aus Spaß mit verdeckter Kennung.
    Eine Fleischerfrau meldete sich und sagte mir, dass hier schon seit Std. das Tel klingelt und der Chef lässt das aber nicht abklären. Na klar doch, der Chef ist auch reingefallen und bekommt Provision.
    Alles verbrechen die da.
    Darauf brate ich mir nun einen Fisch und verschwinde in der Kuschelecke.

  2. 10. November 2009 um 16:12

    @Regina,
    das mit der Geburtstagsseite war eine klare Abo-Falle oder auch Internet-Abzocke. Derartige Abo’s sollte man nicht bezahlen.
    Diese Email verleitet aber meiner Meinung nach, zu einer Geldwäsche. Da ist es auch egal, ob man Geld vom Amt bezieht oder ein Gehaltsempfänger ist. Es ist strafbar.
    Für eine legale und saubere Aktion bekommt man keine 20% Provision.
    Hast Du nach Deinem Telefonanruf mal auf die nächste Telefonrechnung geschaut? Auch sowas kann eine Kostenfalle sein.
    Twitter:

  3. 10. November 2009 um 16:17

    nein, das war eine normale Nummer. Es war auch ein Arbeitsangebot um Mails zu versenden.

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